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duichwir Beratung

Menschen verstehen.
Potenziale fördern.
Kultur gestalten.

Für Menschen in Veränderung. · Für Unternehmen mit Vision.

Psychosoziale Beratung · Coaching · Supervision · Unternehmensberatung · PERMA-Lead® · Mentale Gesundheit · Neue Arbeitswelten · HR-Begleitung · Graz & Online

Persönlich in Graz oder online · Erstgespräch 30 Min. kostenlos nach Vereinbarung
Entdecken Sie mehr
15+
Jahre Erfahrung
Mag.
Erziehungs- und Bildungswissenschaften
MSc
Arbeits- und Organisationspsychologie und HRM
PERMA-Lead®
Zertifizierter Coach
Dipl.
Psychosozialer Berater
Impuls Pro Erst Reden. Gleich Besser.
Was ich für Sie tun kann

Zwei Zielgruppen. Ein Ansatz.

Ob Sie als Privatperson Orientierung suchen oder als Unternehmen wachsen möchten – ich bringe wissenschaftliche Fundierung und menschliche Wärme in einem.

Privatpersonen

Für Sie persönlich

Psychosoziale Beratung, Stressmanagement und Supervision – wenn Sie Orientierung, Stärke oder einen neuen Blick auf sich selbst suchen.

Psychosoziale Beratung & Einzelsupervision
Stressmanagement & Resilienz
Berufliche Neuorientierung
Unternehmen

Für Ihre Organisation

Positive Leadership, Organisationsentwicklung und Teamsupervision – wenn Sie Führung stärken und Kultur nachhaltig gestalten möchten.

PERMA-Lead® Coaching & Workshops
Organisationsentwicklung & Change
Teamsupervision & Teamentwicklung
Über mich
Mag. Herbert Stimniker, MSc
PERMA-Lead® Coach
MSc Arbeits- und Organisationspsychologie und HRM
Dipl. Psychosozialer Berater
15+ Jahre Erfahrung
„Menschen verstehen.
Potenziale fördern.
Kultur gestalten."
— Mag. Herbert Stimniker, MSc

Als Experte für Arbeits- und Organisationspsychologie, zertifizierter PERMA-Lead® Coach, erfahrener Berater für psychische Gesundheit und Führungskraft verbinde ich wissenschaftliches Fachwissen mit echter Unternehmenspraxis – für Menschen und Organisationen.

Mag. Erziehungs- und Bildungswissenschaften, KFU Graz
Psychosozialer Berater (LSB) & Case Manager ÖGCC
MSc Arbeits- und Organisationspsychologie & Human Resource Management, FH BFI Wien
PERMA-Lead® Coach, Institut für Positive Leadership Wien
Stimmen

Was Menschen bewegt hat.

"

Die Begleitung hat mir geholfen, in einer schwierigen Phase wieder Klarheit zu finden. Empathisch, professionell und wirklich lösungsorientiert.

Maria K.
Klientin, Psychosoziale Beratung
"

Der Positive Leadership Workshop hat mein Führungsverständnis grundlegend verändert. Wissenschaftlich fundiert und sofort in der Praxis anwendbar.

Thomas R.
Abteilungsleiter, Industrie
"

Selten findet man jemanden, der psychologisches Fachwissen so überzeugend mit unternehmerischer Erfahrung verbindet. Absolute Empfehlung.

Sandra M.
HR Director
"

Endlich fühlen wir uns als kleines Unternehmen auch arbeitsrechtlich gut beraten. Die HR-Sprechstunde gibt uns die Sicherheit, die wir vorher nicht hatten.

Martin M.
Geschäftsführung, KMU

Im Gespräch bleiben

Impulse zu Mental Health, Führung und Entwicklung direkt in Ihr Postfach.

Ich stimme der Speicherung meiner Daten gemäß Datenschutzerklärung zu.

Mag. Herbert Stimniker, MSc
Über mich

Mag. Herbert Stimniker, MSc

Psychosozialer Berater · Coach · Experte für Arbeitspsychologie & neue Arbeitswelten
15+ Jahre Erfahrung PERMA-Lead® Coach Psychosozialer Berater MSc A&O-Psychologie ISO 9001 Auditor Erziehungs- & Bildungswiss.

Ich verbinde zwei Welten aus gelebter Erfahrung: die Welt der Menschen in psychischen Belastungen und die Welt der Unternehmen und Führung – fundiert, menschlich und auf Augenhöhe.

Meine Arbeitsweise

Wissenschaft trifft Menschlichkeit

Ich arbeite nicht mit Schablonen. Jede Person, jedes Team, jede Organisation ist einzigartig – und verdient eine Begleitung, die das auch ernst nimmt.

Ressourcenorientiert

Ich schaue nicht primär auf Defizite, sondern auf Stärken – und helfe, diese gezielt einzusetzen.

Auf Augenhöhe

Als jemand, der selbst Führungsverantwortung getragen hat, spreche ich die Sprache meiner Klientinnen und Klienten.

Nachhaltig wirksam

Keine kurzfristigen Lösungen – ich begleite Veränderungen, die wirklich tragen und im Alltag ankommen.

Ausbildung & Erfahrung

Was mich qualifiziert

Über 15 Jahre begleite ich Menschen und Organisationen in herausfordernden Situationen. Als psychosozialer Berater habe ich Menschen in psychischen Belastungen und Krisen unterstützt. Gleichzeitig trug ich als Führungskraft Verantwortung für Teams und alle HR-Agenden in einer großen Sozialorganisation. Diese gelebte Doppelperspektive ist bis heute das Herzstück meiner Arbeit.

Akademisch habe ich mich breit aufgestellt: Ich studierte Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der KFU Graz, erwarb meinen Bachelor in Pädagogik und schloss anschließend den Master in Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung ab. Diese Ausbildung hat mein Verständnis von Menschen, Lernprozessen und sozialen Systemen nachhaltig geprägt.

Was folgte, war keine lineare Karriere – sondern eine gelebte Verbindung von Theorie und Praxis. Als psychosozialer Berater und Case Manager ÖGCC begleitete ich Menschen in den schwierigsten Phasen ihres Lebens. Parallel dazu übernahm ich als Führungskraft Verantwortung für Teams, HR-Prozesse und Organisationsentwicklung.

Diese Erfahrungen haben in mir den Wunsch geweckt, noch tiefer zu verstehen, wie Organisationen und Menschen wirklich funktionieren. So absolvierte ich den MSc in Arbeits- & Organisationspsychologie & HRM an der FH BFI Wien und ließ mich zusätzlich als PERMA-Lead® Coach zertifizieren.

Wer andere begleitet, muss selbst nie aufhören zu lernen.

Mag. Herbert Stimniker, MSc
Impuls Pro Erst Reden. Gleich Besser.
Beratung & Entwicklung

Meine Leistungen

Ich begleite sowohl Privatpersonen in persönlichen Herausforderungen als auch Unternehmen bei Leadership, Organisationsentwicklung, Supervision und HR-Sprechstunden – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.

„So weitermachen wie bisher fühlt sich nicht mehr richtig an – aber der nächste Schritt ist noch unklar."

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Themen mit denen Menschen zu mir kommen
Erschöpfung & Burnout Gedankenkarussell Selbstzweifel Ängste & Sorgen Leistungsdruck Krisen & Umbrüche Beziehungen & Familie Beruf & Orientierung Sinn- & Identitätsfragen Einsamkeit Elternschaft & Erziehung + Erstgespräch kostenlos →

Psychosoziale Beratung & Einzelsupervision

Professionelle Begleitung in persönlichen Krisen, Lebensphasen und beruflichen Herausforderungen – vertraulich, empathisch und auf Augenhöhe.

Einzelpersonen · Regelmäßig oder punktuell
Mehr zur psychosozialen Beratung →

Stressmanagement & Burnout-Prävention

Erkennen, verstehen und verändern: Ich helfe Ihnen, Stressmuster zu durchbrechen und nachhaltige Resilienz aufzubauen.

Einzelpersonen · Kurz- oder mittelfristig

Berufliche Neuorientierung

Standortbestimmung, Stärkenanalyse und konkrete Planung für Ihren nächsten beruflichen Schritt.

Coaching · Zukunftsplanung
Mehr zu Coaching & Supervision →

Bereit für Veränderung?

Der erste Schritt ist oft der schwerste – und der wichtigste. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was Sie brauchen.

Themen im Detail

Mehr zu meinen Schwerpunkten

Psychosoziale Beratung Graz Coaching & Supervision Graz HR-Beratung Graz Unternehmensberatung Graz Positive Leadership
Positive Leadership

Was ist PERMA-Lead®?

PERMA-Lead® ist ein wissenschaftlich fundiertes Führungsmodell, das auf der Positiven Psychologie basiert – entwickelt vom Institut für Positive Leadership Wien. Es beschreibt, wie Führungskräfte durch ihr Verhalten das Wohlbefinden, die Motivation und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig stärken können.

Das Modell basiert auf fünf Dimensionen positiver Führung – Positive Emotions, Engagement, Relationships, Meaning und Accomplishment – die durch die Führungsperson aktiv gefördert werden. Als zertifizierter PERMA-Lead® Coach begleite ich Führungskräfte und Teams dabei, diese Prinzipien im Alltag erlebbar zu machen.

Die 5 Dimensionen des PERMA-Lead® Modells

P
Positive Emotions
Wertschätzung, Optimismus und positive Energie im Team fördern
E
Engagement
Stärken erkennen und Aufgaben schaffen, die begeistern
R
Relationships
Vertrauen und starke Beziehungen in Teams aufbauen
M
Meaning
Sinn und Purpose in der Arbeit erlebbar machen
A
Accomplishment
Erfolge sichtbar machen und Wachstum ermöglichen
Meine PERMA-Lead® Leistungen

Was ich konkret anbiete

Von der Analyse bis zur nachhaltigen Umsetzung – ich begleite den gesamten Prozess.

PERMA-Profiler

Das wissenschaftlich validierte Instrument zur Messung der fünf PERMA-Dimensionen in Ihrer Organisation. Der Profiler macht den Ist-Zustand sichtbar – als Ausgangspunkt für gezielte Entwicklung.

Messung aller 5 PERMA-Dimensionen
Für Einzelpersonen und Teams
Auswertungsgespräch inklusive
Einzeln · Team · Organisation

Unternehmensanalyse & Kulturdiagnose

Eine fundierte Analyse der Führungskultur, Teamdynamiken und organisationalen Stärken und Potenziale. Die Diagnose liefert ein klares Bild darüber, wo Ihr Unternehmen steht und wo gezielte Entwicklung ansetzt.

Analyse der Führungskultur & Teamdynamik
Stärken- & Potenzialdiagnose
Handlungsempfehlungen & Maßnahmenplan
Unternehmen · Abteilungen

360-Grad-Feedback

Ein strukturiertes Feedback aus mehreren Perspektiven – von Mitarbeitenden, Peers und Vorgesetzten. Das 360-Grad-Feedback gibt Führungskräften ein realistisches Bild ihrer Wirkung und zeigt konkrete Entwicklungsfelder auf.

Feedback aus Selbst- & Fremdbild
Vertrauliche Auswertung & Reflexionsgespräch
Individuelle Entwicklungsplanung
Führungskräfte · Teams

Führungskräfte-Coaching

Individuelles Coaching für Führungskräfte, die ihre Wirkung stärken, ihre Führungsrolle klären und PERMA-Prinzipien in ihren Alltag integrieren möchten.

Rollenklärung & Führungsidentität
Stärkenbasierte Führung entwickeln
Werte- & Kulturentwicklung im Team
Einzeln · Regelmäßig
Häufige Fragen

Gut zu wissen, bevor wir uns kennenlernen.

Die wichtigsten Antworten zu Ablauf, Kosten und Rahmenbedingungen – für Privatpersonen und Unternehmen.

Für Privatpersonen

Psychosoziale Beratung

Wie läuft das Erstgespräch ab?
+

Das 30-minütige, kostenlose Erstgespräch ist unverbindlich. Wir lernen uns kennen und klären gemeinsam, ob und wie ich Sie unterstützen kann – persönlich in Graz oder online.

Was kostet eine Sitzung?
+

Eine Sitzung kostet 110 € pro Stunde. Für Menschen in finanziell angespannten Situationen gibt es ein begrenztes Kontingent zu Sozialtarifen – sprechen Sie mich einfach darauf an. Eine Refundierung durch die Krankenkasse ist nicht möglich.

Unterliegt das Gespräch der Schweigepflicht?
+

Ja. Als psychosozialer Berater unterliege ich der vollen Schweigepflicht. Alles, was Sie mir anvertrauen, bleibt vertraulich – das ist die Grundlage unserer Zusammenarbeit.

Brauche ich eine Überweisung?
+

Nein. Psychosoziale Beratung erfordert keine ärztliche Überweisung. Sie können sich jederzeit direkt an mich wenden.

Wie lange dauert eine Beratung?
+

So kurz wie möglich, so lange wie nötig:

·Akute Krisen: 3–5 Sitzungen
·Mittelfristig (Konflikte, Übergänge): 5–15 Sitzungen
·Längerfristige Begleitung: mehrere Monate
Online oder persönlich – was ist besser?
+

Beides funktioniert gut – Sie entscheiden was zu Ihnen passt. Persönliche Termine finden in Graz statt, Online-Beratung ist österreichweit möglich.

Welchen Ansatz verfolgen Sie in der Beratung?
+

Meine Arbeit folgt einem systemischen Ansatz mit integrativen Bestandteilen. Das bedeutet: Ich schaue nicht nur auf das einzelne Problem, sondern auf den Menschen in seinem gesamten Umfeld – mit seinen Beziehungen, Rollen und Kontexten. Gleichzeitig beziehe ich je nach Situation unterschiedliche Methoden ein, weil kein Mensch in eine einzige Schublade passt.

Was ist der Unterschied zwischen psychosozialer Beratung und Psychotherapie?
+

Psychosoziale Beratung nach dem Lebens- und Sozialberatungsgesetz (GewO) ist keine Psychotherapie und ersetzt diese nicht. Sie richtet sich an Menschen in herausfordernden Lebenssituationen – sei es beruflicher Druck, persönliche Krisen, Orientierungslosigkeit oder der Wunsch nach Veränderung. Auch zur Prävention und zur Stärkung der mentalen Gesundheit ist psychosoziale Beratung ein wertvolles Angebot.

Menschen mit psychischen Erkrankungen können psychosoziale Beratung begleitend und unterstützend in Anspruch nehmen, sofern die Begleitung im Rahmen der psychosozialen Beratung bleibt. Bei Anzeichen auf behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen verweise ich verantwortungsvoll an geeignete Fachkräfte wie ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen oder Klinische PsychologInnen weiter. Ihre Gesundheit hat für mich immer oberste Priorität.

Für Unternehmen

Beratung, Coaching & HR

Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?
+

Nach einem unverbindlichen Erstgespräch erarbeiten wir gemeinsam Ziele und Format – ob Coaching, Workshop, Teamsupervision oder HR-Sprechstunde. Sie erhalten danach ein individuelles Angebot.

Was kostet eine Beratung oder ein Workshop?
+

Unternehmensleistungen sind individuell – abhängig von Umfang, Teamgröße und Format. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein transparentes, passgenaues Angebot.

Arbeiten Sie auch außerhalb der Steiermark?
+

Ja – Online-Beratung und digitale Workshops sind österreichweit möglich. Persönliche Termine finden bevorzugt in Graz und Umgebung statt.

Wie lange dauert eine typische Begleitung?
+

Einzelne Workshops dauern einen Halb- oder Ganztag, Coaching-Prozesse laufen meist über mehrere Monate, HR-Sprechstunden sind monatlich buchbar.

Allgemein

Sonstige Fragen

Wie schnell bekomme ich einen Termin?
+

In der Regel ist innerhalb einer Woche ein Termin möglich. Schreiben Sie mir – ich melde mich zeitnah zurück.

Was bedeutet PERMA-Lead® eigentlich?
+

PERMA-Lead® ist ein wissenschaftlich fundiertes Führungsmodell der Positiven Psychologie – es zeigt, wie Führungskräfte durch ihr Verhalten Wohlbefinden, Motivation und Leistung im Team stärken. Mehr erfahren →

Noch eine offene Frage?
Ich antworte persönlich – meist innerhalb von 24 Stunden.
Kontakt

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht – ob für ein kostenloses Erstgespräch, eine Frage zu meinen Leistungen oder eine konkrete Anfrage. Ich melde mich so rasch wie möglich bei Ihnen.

Herbert Stimniker
duichwir Beratung die bewegt.

Griesgasse 12 · 8020 Graz

Erstgespräch kostenlos · 30 Min.

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Anfahrt

So finden Sie mich

Lage
Zwischen Kunsthaus und Hotel Wiesler, direkt am Grazer Lendkai.
Straßenbahn
Haltestelle Südtiroler Platz/Kunsthaus oder Bad zur Sonne/Stadtbibliothek – wenige Gehminuten entfernt.
Auto
Parken in der Kunsthausgarage möglich – nur wenige Schritte entfernt.
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Rechtliches

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich
Mag. Herbert Stimniker, MSc
Einzelunternehmen
Griesgasse 12, 8020 Graz, Österreich
+43 664 992 18 068
info@duichwir-beratung.at
Unternehmensgegenstand
Lebens- und Sozialberatung (Psychosoziale Beratung) sowie Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation, eingeschränkt auf Personalwesen

GISA-Zahl: 39863904 (Lebens- und Sozialberatung)
GISA-Zahl: 39751959 (Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation, eingeschränkt auf Personalwesen)

Gewerbeordnung (GewO): www.ris.bka.gv.at
Kammerzugehörigkeit
Mitglied der Wirtschaftskammer Steiermark
Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT)
Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung
www.wko.at
Aufsichtsbehörde
Bezirksverwaltungsbehörde: Magistrat der Stadt Graz
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1. Verantwortlicher
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Stand: Juli 2026
Wissen & Impulse

Fundiertes Wissen für Menschen & Organisationen

Praxisnahe Impulse zu Psychologie, Führung, Wohlbefinden und modernen Arbeitsweisen – wissenschaftlich fundiert und aus der Beratungspraxis.

Stimniker, H. (2025): New Work und Agilität: Must Have oder Hype? Hindernisse in der Umsetzung der neuen Arbeitswelt 4.0. FH des BFI Wien, MSc Arbeits-, Organisationspsychologie & HR Management.

01
Wissen · Führung

Führung in der neuen Arbeitswelt: Vom Anweisen zum Ermöglichen

New Work und Agilität stehen und fallen mit der Führung.

FührungZirkler 2023
02
Wissen · Gesundheit

Digitaler Stress: Die Schattenseite der flexiblen Arbeitswelt

67 % der Beschäftigten erleben wöchentlich Stress.

GesundheitJD-R-Modell
03
Wissen · Teamkultur

Psychologische Sicherheit: Warum Teams eine gute Fehlerkultur brauchen

Teams, die offen mit Fehlern umgehen, sind nachweislich innovativer.

TeamkulturEdmondson
04
Wissen · Agilität

Scheinagilität: Wenn agiles Arbeiten nur Fassade ist

Sprints, Stand-ups, User Stories – viele sprechen die Sprache, aber dahinter laufen alte Prozesse.

AgilitätDömer 2023
05
Wissen · New Work

New Work: Was steckt wirklich hinter dem Begriff?

Homeoffice, Obstkorb – ist das schon New Work? Das Konzept reicht deutlich tiefer.

New WorkBergmann

Möchten Sie diese Themen in Ihrem Unternehmen bewegen?

Kostenloses Erstgespräch – unverbindlich, vertraulich, auf Augenhöhe.

Beratung die bewegt.
Wissen · Führung

Führung in der neuen Arbeitswelt: Vom Anweisen zum Ermöglichen

New Work und Agilität stehen und fallen mit der Führung. Führungskräfte können Veränderungsprozesse zum Erfolg führen – oder zum größten Hindernis werden.

Die neue Rolle der Führungskraft

Agiles Arbeiten verändert Führung grundlegend. Statt einer autoritären Top-down-Mentalität steht ein unterstützender, moderierender Führungsstil im Vordergrund: Die Führungskraft agiert als Supporter, der Teammitglieder in ihrer Arbeit unterstützt, ihre Potenziale fördert und sich selbst in den Hintergrund stellt (Zirkler, 2023).

Damit verschiebt sich auch das Entscheiden: Entscheidungen werden kleinteiliger, korrigierbarer, datenbasierter – und vermehrt an Teams übertragen, weil diese schneller und agiler entscheiden können. Die Führungskraft verliert dadurch nicht ihre Aufgabe, sie verändert sie: Sie muss die Rahmenbedingungen schaffen und aufrechterhalten, damit Entscheidungen überhaupt getroffen werden können (Ayberk et al., 2016). Wichtig dabei: Ein dezentralisierter Führungsansatz braucht klare Prozesse, sonst droht Überforderung der Mitarbeiter:innen (Zirkler, 2023).

Führung und Macht: kein Tabuthema

Auch wenn in agilen Organisationen gerne von der Abschaffung von Hierarchien gesprochen wird – Macht lässt sich aus sozialen Beziehungen nicht eliminieren. Konzepte wie Scrum oder Holacracy verlagern Entscheidungsbefugnisse auf Rollen und Teams, doch die formale Machtstruktur bleibt oft erhalten, nur in abgewandelter Form. Es besteht sogar die Gefahr, dass informale Hierarchien entstehen, in denen wenige dominieren (Busch & Link, 2021).

Die Konsequenz: Führungskräfte sollten Macht nicht verdrängen, sondern sich – etwa in Coachings und Weiterbildungen – bewusst damit auseinandersetzen und sie transparent einsetzen (Haas & Kozica, 2023). Transparente Entscheidungsprozesse und regelmäßige Reflexion helfen, Oligarchisierungstendenzen entgegenzuwirken.

Was Mitarbeiter:innen an Führung schätzen

In Gesprächen mit Mitarbeiter:innen agiler Unternehmen wird der Führung ein hoher Stellenwert für die Umsetzung von New Work und agilen Arbeitsweisen zugewiesen. Unterstützende Führungskräfte werden als offen, vertrauensvoll, empathisch und wertschätzend wahrgenommen. Konkret heißt das:

Führung wird dann als positiv erlebt, wenn Mitarbeiter:innen das Gefühl haben, sich jederzeit ohne Angst vor Konsequenzen an ihre Führungskraft wenden zu können.

Und woran Führung scheitert

Die Kehrseite zeigt sich genauso deutlich. In Veränderungsprozessen fühlen sich Mitarbeiter:innen von ihren Führungskräften oft allein gelassen. Häufige Kritikpunkte:

Ein besonders wichtiger Punkt: Fehlendes Feedback wird als „Blindflug" erlebt. Ohne Rückmeldung ist Weiterentwicklung kaum möglich – selbst wenn das Vertrauensverhältnis grundsätzlich stimmt.

Was heißt das für die Praxis?

Gute Führung in der neuen Arbeitswelt basiert weniger auf Fachwissen als auf Empathie, guter Kommunikation und echtem Interesse an den Menschen. Konkrete Ansatzpunkte:

  1. Präsenz zeigen – gerade in Veränderungsprozessen, nicht nur im Tagesgeschäft
  2. Interesse an der Arbeit der Mitarbeiter:innen entwickeln – Wertschätzung setzt Kenntnis voraus
  3. Feedback zur Routine machen – aufgabenbezogen, regelmäßig, in beide Richtungen
  4. Rahmenbedingungen klären – wer entscheidet was, mit welchen Freiräumen?
  5. Die eigene Rolle reflektieren – auch das Thema Macht gehört auf den Tisch, etwa in Coaching oder Supervision

Fazit

Führung verschwindet in der neuen Arbeitswelt nicht – sie wird anspruchsvoller. Wer Teams Selbstorganisation ermöglicht, ohne sie zu begleiten, lässt sie allein. Wer Vertrauen schenkt, ohne hinzuschauen, verwechselt Delegation mit Desinteresse. Der Unterschied zwischen unterstützender und hinderlicher Führung entscheidet maßgeblich darüber, ob New Work und Agilität gelingen.

Quellen

  • Ayberk, E.-M. (2017). Weil Führung sich ändern muss: Aufgaben und Selbstverständnis in der digitalisierten Welt. Springer Gabler.
  • Busch, M. W. & Link, K. (2021). Agile Organisationen – Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme. Journal für Psychologie, 29(1), 9–38.
  • Haas, O. & Kozica, A. (2023). „So machen wir das hier“ – Macht und Führung in Organisationen. Bertelsmann Stiftung, Führungskräfte-Radar.
  • Zirkler, M. (2023). Die Versprechungen „neuer Arbeit“ – eine kritische Betrachtung. Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 30(2), 167–180.

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Beratung die bewegt.
Wissen · Gesundheit

Digitaler Stress: Die Schattenseite der flexiblen Arbeitswelt

67 Prozent der Beschäftigten weltweit erleben mindestens einmal pro Woche Stress am Arbeitsplatz – 15 Prozent stehen sogar täglich unter Druck. Die neue Arbeitswelt bringt Freiheit, aber auch neue Belastungen.

Belastung ist nicht gleich Beanspruchung

Um über Stress im Arbeitskontext sinnvoll zu sprechen, hilft eine klassische Unterscheidung (Weinert, 1998, zit. n. Kirchler & Hölzl, 2011):

Dazu passt das transaktionale Stressmodell von Lazarus und Folkman (1984): Stress entsteht, wenn eine Person die Anforderungen einer Situation als größer einschätzt als ihre verfügbaren Ressourcen. Ob moderne Arbeitswelten als Chance oder Belastung erlebt werden, hängt also maßgeblich von der individuellen Bewertung und den Bewältigungsfähigkeiten ab.

Was digitalen Stress auslöst

Smartphones, Kollaborationstools und ständige Erreichbarkeit ermöglichen Mobilität – erzeugen aber oft ein Gefühl permanenter Verfügbarkeit. Die Folgen: Kopf- und Rückenschmerzen, Erschöpfung, sinkende Arbeitszufriedenheit und ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Beruf und Privatleben (Lanzl et al., 2018, 2022).

Der spannende Befund der Forschung: Nicht der Digitalisierungsgrad an sich verursacht Stress, sondern das Missverhältnis zwischen den Anforderungen der Technologien und den Fähigkeiten der Mitarbeiter:innen. Besonders betroffen sind stark digitalisierte Branchen, Führungskräfte und Frauen – und überraschenderweise auch die technikaffine Gruppe der 25- bis 34-Jährigen.

Das JD-R-Modell: Wann Burnout entsteht

Das Job Demands-Resources-Modell (Demerouti et al., 2001) bringt es auf den Punkt: Burnout entsteht, wenn hohe Anforderungen („Job Demands" wie Arbeitslast, Zeitdruck, emotionale Anforderungen) auf zu wenige Ressourcen („Job Resources" wie Unterstützung durch Vorgesetzte, Autonomie, Feedback) treffen.

Für Unternehmen heißt das: Belastungen reduzieren und gleichzeitig unterstützende Strukturen aufbauen. Beides gehört zusammen.

Macht New Work krank – oder gesund?

Die Antwort ist differenzierter, als die Debatte oft vermuten lässt. Eine Metaanalyse mit Daten von über 90.000 Teilnehmenden zeigt: Zeitliche und räumliche Flexibilität führt zu weniger Krankheitsausfällen (Shifrin & Michel, 2022).

Auch Gespräche mit Mitarbeiter:innen agiler Unternehmen zeichnen ein überwiegend positives Bild: Agile Arbeitsweisen und New-Work-Ansätze wirken mehrheitlich entlastend. Die Möglichkeit, Arbeitszeit und -ort selbst zu bestimmen, reduziert Stress im Alltag; digitale Tools wie Kanban-Boards helfen, den Überblick zu behalten. Stress entsteht vor allem dort, wo Mitarbeiter:innen weniger technikaffin sind, keine ausreichende Einführung in die Tools erhalten oder Veränderungen ohne Begleitung bewältigen müssen.

Was Unternehmen konkret tun

Die ADP-Studie „People at Work 2022" zeigt, welche Maßnahmen Unternehmen bereits einsetzen (Richardson & Antonello, 2022): intensivere Kommunikation und regelmäßige Check-ins, zusätzliche Wohlfühltage, Angebote zur Stressreduktion wie Ruheräume oder Meditationskurse, Zugang zu professioneller psychologischer Beratung, Teambuilding – und zunehmend ein „Recht auf Nichterreichbarkeit" außerhalb der Arbeitszeiten.

Zur Prävention von digitalem Stress empfiehlt die Forschung außerdem gezielte Programme zur Förderung digitaler Kompetenzen, zuverlässige Technologien und organisatorische Unterstützung, damit Anforderungen und Fähigkeiten im Gleichgewicht bleiben (Lanzl et al., 2018).

Fazit

Flexibilität ist per se weder gesund noch krankmachend – es kommt auf die Passung an. Wer Mitarbeiter:innen neue Freiheiten gibt, muss sie auch befähigen, damit umzugehen: durch Einschulung, klare Erwartungen, verlässliche Erreichbarkeitsregeln und Führungskräfte, die hinschauen. Genau hier liegt der Hebel für gesunde neue Arbeit.

Quellen

  • Demerouti, E., Bakker, A. B., Nachreiner, F. & Schaufeli, W. B. (2001). The Job Demands-Resources Model of Burnout. Journal of Applied Psychology, 86(3), 499–512.
  • Kirchler, E. & Hölzl, E. (2011). Arbeitsgestaltung. In E. Kirchler (Hrsg.), Arbeits- und Organisationspsychologie. Facultas/UTB.
  • Lanzl, J., Manner-Romberg, T., Nüske, N. & Gimpel, H. (2022). Digitaler Stress in Deutschland: Eine Befragung von Erwerbstätigen. In Digitalisierung und Gesundheit (S. 265–302). Nomos.
  • Lazarus, R. S. & Folkman, S. (1984). Stress, Appraisal, and Coping. Springer.
  • Richardson, N. & Antonello, M. (2022). People at Work 2022: A Global Workforce View. ADP Research Institute.
  • Shifrin, N. V. & Michel, J. S. (2022). Flexible work arrangements and employee health: A meta-analytic review. Work & Stress, 36(1), 60–85.

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Beratung die bewegt.
Wissen · Teamkultur

Psychologische Sicherheit: Warum Teams eine gute Fehlerkultur brauchen

Nur 64 Prozent der Führungskräfte geben ihre Fehler ganz oder teilweise zu. Dabei zeigt die Forschung eindeutig: Teams, die offen mit Fehlern umgehen, sind innovativer, leistungsfähiger und zufriedener.

Was psychologische Sicherheit bedeutet

Psychologische Sicherheit beschreibt das Vertrauen innerhalb eines Teams, dass man ohne Angst vor negativen Konsequenzen Ideen äußern, Fragen stellen oder Fehler zugeben kann. Geprägt hat den Begriff die Harvard-Professorin Amy Edmondson (1999): Es geht um die Zuversicht, dass das Team niemanden bloßstellt, zurückweist oder bestraft, der sich zu Wort meldet.

Fehlt dieses Gefühl, halten sich Mitarbeiter:innen zurück – und genau das beeinträchtigt Effizienz und Weiterentwicklung eines Teams erheblich. Ist psychologische Sicherheit dagegen vorhanden, steigen nachweislich Leistung und Zufriedenheit. Sie entsteht durch unterstützende Führungskräfte, positive Beziehungen im Team und eine offene Unternehmenskultur. Besonders bei kreativen oder komplexen Aufgaben ermöglicht sie es Teams, mutiger zu handeln und innovative Lösungen zu finden (Biemann & Weckmüller, 2021).

Fehler als Lernchance – leichter gesagt als getan

In technisch geprägten Bereichen wie der Softwareentwicklung ist eine „fehlerfreundliche" Kultur inzwischen verbreitet. Schwieriger bleibt der Umgang mit Fehlern in sozialen Beziehungen: Dort gelten Fehler oft noch als gefährlich, ihr Eingeständnis als riskant. Ortmann (2015) zeigt, dass diese Haltung weniger ein individuelles Problem ist, sondern Ausdruck organisationaler Mechanismen – des Strebens nach Effizienz und der Abwälzung von Verantwortung. Er nennt eine adäquate Fehlerkultur deshalb treffend eine „paradoxale Anforderung": Organisationen brauchen sie, um Neues zu wagen – gleichzeitig widerspricht Fehlertoleranz ihren etablierten Normen und Routinen.

Der Fehlerkultur Report 2023 macht die Barrieren konkret sichtbar: eingefahrene Gewohnheiten, Angst vor Gesichtsverlust und die Sorge vor beruflichen Nachteilen bis hin zum Jobverlust. Interessant dabei: Unternehmen mit mehr New-Work-Praktiken zeigen eine signifikant bessere Fehlerkultur, höhere Offenheit und Innovationsfähigkeit (Seckler & Fischer, 2023).

Der Weg zur gelebten Fehlerkultur

Eine gelebte Fehlerkultur entwickelt sich in drei Schritten (Brockmann, 2024):

  1. Umdenken: Fehler werden nicht länger als Versagen, sondern als Lernchance betrachtet.
  2. Kulturwandel: Weg von hierarchischen Strukturen und Machtausübung, hin zu einer Atmosphäre der Feedbackoffenheit.
  3. Psychologische Sicherheit als Fundament: eine Umgebung, in der ehrliche Kommunikation ohne Angst vor Konsequenzen möglich ist.

Feedback: Es kommt auf das Wie an

Feedback kann die Arbeitsleistung steigern – oder mindern. Entscheidend ist die Formulierung: Rückmeldungen, die sich auf die Aufgabe oder deren Ausführung beziehen, wirken meist positiv. Richten sie sich dagegen auf die Person selbst, können positive Effekte ausbleiben und sogar negative psychische Folgen entstehen (Kirchler & Walenta, 2011).

Für die Praxis heißt das:

Wie sich gelebte Sicherheit anfühlt

Gespräche mit Mitarbeiter:innen agiler Unternehmen zeigen sehr anschaulich, wie sich gelebte psychologische Sicherheit anfühlt: als Vertrauensvorschuss, mit dem man wachsen, Fehler machen und daraus lernen darf. Führung wird dann als positiv erlebt, wenn man sich jederzeit ohne Angst vor Konsequenzen an die Führungskraft wenden kann – wenn „Platz für Fehler" ist.

Fazit

Psychologische Sicherheit ist kein Wohlfühlthema, sondern ein messbarer Leistungsfaktor. Sie lässt sich nicht verordnen, aber gezielt aufbauen: durch Führungskräfte, die eigene Fehler eingestehen, durch aufgabenbezogenes statt personenbezogenes Feedback und durch Strukturen, die offenes Sprechen belohnen statt bestrafen.

Quellen

  • Biemann, T. & Weckmüller, H. (2021). Psychologische Sicherheit in Teams. Evidenzbasierte Analyse zur Teamleistung.
  • Brockmann, J. (2024). Fehlerkultur und die fünf Prinzipien erfolgreicher Teams.
  • Edmondson, A. (1999). Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383.
  • Kirchler, E. & Walenta, C. (2011). Motivation. In E. Kirchler (Hrsg.), Arbeits- und Organisationspsychologie. Facultas/UTB.
  • Ortmann, G. (2015). Organisationale Fehlerkultur. Zum Paradox der Fehlertoleranz in Organisationen.
  • Seckler, C. & Fischer, S. (2023). Fehlerkultur Report 2023.
  • Senge, P. M. (1994). The Fifth Discipline: The Art and Practice of the Learning Organization. Currency Doubleday.
  • Weick, K. E. (1995). Sensemaking in Organizations. Sage.

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Wissen · Agilität

Scheinagilität: Wenn agiles Arbeiten nur Fassade ist

Sprints, Stand-ups, User Stories – viele Unternehmen sprechen die agile Sprache fließend. Doch hinter der Kulisse laufen die alten Prozesse einfach weiter. Dieses Phänomen hat einen Namen: Scheinagilität.

Was ist Scheinagilität?

Von Scheinagilität spricht man, wenn Unternehmen agile Praktiken einführen, ohne die bestehenden Strukturen und Prozesse anzupassen. Das Ergebnis: Alte Machtstrukturen tauchen in neuem Gewand wieder auf – und der potenzielle Nutzen agiler Arbeitsweisen verpufft (Dömer, 2023; Busch & Link, 2021).

Typische Erkennungszeichen:

Solche Projekte schaden doppelt: Sie liefern nicht die Vorteile echter Agilität – und sie beschädigen den Ruf agilen Arbeitens im Unternehmen (Preußig, 2024).

Woran erkennt man echte Agilität?

Echte agile Unternehmen schaffen eine ganzheitliche Umsetzung, die mit einem Kulturwandel einhergeht. Zentrale Elemente sind selbstorganisierte Teams, kontinuierliches Feedback, iterative Arbeitsprozesse und eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kund:innen (Dömer, 2023). Ein echtes agiles Projekt beschreibt klar, welchen Nutzen es stiftet, und liefert in kleinen Schritten Ergebnisse, auf die Kund:innen flexibel Einfluss nehmen können (Preußig, 2024).

Die größten Hindernisse auf dem Weg dorthin sind laut der Studie „Status Quo (Scaled) Agile" übrigens nicht die Mitarbeiter:innen, sondern interne Prozesse und das Top-Management (Komus, 2020).

Der unterschätzte Faktor: Mindset

Eine Studie an vier Teams einer Schweizer Bank zeigt: Ein Growth Mindset ist eine wichtige Voraussetzung für echte Agilität (Dujmovic-Bracak & Harder, 2022). Der Unterschied nach Carol Dweck:

Das Spannende: Das Mindset ist stark vom Arbeitsumfeld abhängig. Viele traditionelle Strukturen sind schlicht ungeeignet, um ein Growth Mindset zu fördern. Agilität wird gefordert, aber die Bedingungen dafür fehlen.

Was Unternehmen konkret tun können

Aus der Forschung lassen sich drei Handlungsfelder ableiten (Dujmovic-Bracak & Harder, 2022; Dömer, 2023):

Mensch und Kommunikation: Arbeitskontexte schaffen, die ein Growth Mindset begünstigen – Führungskräfte gehen dabei mit gutem Beispiel voran. Der Arbeitsplatz wird auch als Lernumgebung verstanden.

Struktur: Klare, aber flexible Strukturen mit echten Entscheidungsfreiräumen etablieren. Langwierige Entscheidungsprozesse reduzieren und Führungsebenen kritisch hinterfragen.

Arbeitsroutine: Vernetzung über Teamgrenzen hinweg fördern, um Silos aufzubrechen. Fach- und Führungskompetenz trennen – Führung richtet sich auf Anpassungsfähigkeit und Teamförderung aus.

Begleitend braucht es Schulungen, Workshops und offene Kommunikation, um ein gemeinsames Verständnis von Agilität zu verankern.

Was die Praxis zeigt

Gespräche mit Mitarbeiter:innen agiler Unternehmen machen deutlich: Methoden und Tools werden zwar über Schulungen eingeführt – was oft fehlt, ist die längerfristige Begleitung bei der Umsetzung. Genau diese Lücke begünstigt die Wahrnehmung von Oberflächlichkeit. Dazu kommen Widerstände in der Belegschaft, besonders bei Mitarbeiter:innen, die an gewohnten Strukturen festhalten. Und: In wirtschaftlichen Krisenzeiten greifen Unternehmen schnell wieder auf traditionelle Arbeitsweisen zurück.

Fazit

Agilität entsteht nicht durch das Umbenennen von Meetings. Sie braucht einen echten Kulturwandel, Zeit, Geduld – und eine fortlaufende Begleitung der Menschen, die sie leben sollen. Wer nur die Methoden einführt, ohne Struktur, Führung und Mindset mitzudenken, produziert Frustration statt Flexibilität.

Quellen

  • Busch, M. W. & Link, K. (2021). Agile Organisationen – Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme. Journal für Psychologie, 29(1), 9–38.
  • Dömer, M. (2023). Agilität in Realität: Chancen und Herausforderungen in der digitalen Transformation. Wirtschaftsinformatik & Management, 15(4), 252–259.
  • Dujmovic-Bracak, S. & Harder, D. (2022). Growth Mindset und Agilität. Studie an vier Teams einer Schweizer Bank.
  • Komus, A. (2020). Status Quo (Scaled) Agile. Hochschule Koblenz.
  • Preußig, J. (2024). Agiles Projektmanagement: Agilität und Scrum im klassischen Projektumfeld (3. Aufl.). Haufe.

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Wissen · New Work

New Work: Was steckt wirklich hinter dem Begriff?

Homeoffice, Obstkorb, Duz-Kultur – ist das schon New Work? Nicht ganz. Das Konzept reicht deutlich tiefer, als es der inflationäre Gebrauch des Begriffs vermuten lässt.

Die Wurzeln: Frithjof Bergmann

New Work ist keine Erfindung der Digitalisierung. Der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann entwickelte das Konzept bereits in den 1980er Jahren – als Antwort auf die wachsende Arbeitslosigkeit durch Automatisierung bei General Motors. Seine Grundidee: Arbeit soll Menschen unterstützen, nicht unterdrücken. Sie soll Autonomie, Sinn und Selbstverwirklichung ermöglichen.

Bergmanns „Dreiklang der Arbeit" umfasst:

Bergmann ging es dabei nicht um betriebliche Optimierung, sondern um eine gesellschaftliche Vision: echte Wahlfreiheit, weniger Konsum und eine Begrenzung der klassischen Lohnarbeit (Bergmann, 2005; Väth, 2016).

Was New Work heute bedeutet

Vom ursprünglichen Ansatz ist in der heutigen Praxis wenig übrig geblieben. „New Work" wird inzwischen als Sammelbegriff für die vielen Veränderungen der Arbeitswelt verwendet – Digitalisierung, flexible Arbeitsformen, agile Methoden (Schermuly, 2019). Das deutsche Institut für angewandte Arbeitswissenschaft bringt es auf eine kompakte Formel: New Work ist ein Sammelbegriff für Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung zukunftsfähiger, wertschöpfender und sinnstiftender Arbeit (Niehues & Stowasser, 2023).

Das New Work-Barometer 2023 zeigt, wie Beschäftigte den Begriff tatsächlich verstehen: 63 Prozent verbinden New Work vor allem mit Arbeitszeit- und Arbeitsortautonomie – also Homeoffice, mobiles Arbeiten, Gleitzeit. Bergmanns ursprüngliches Verständnis wird kaum noch genannt (Schermuly & Meifert, 2023).

Der psychologische Kern: Empowerment

Wer New Work ernst nimmt, kommt am Konzept des psychologischen Empowerments nicht vorbei. Gretchen Spreitzer (2008) unterscheidet zwei Ebenen:

Strukturelles Empowerment schafft die Rahmenbedingungen – flache Hierarchien, Zugang zu Ressourcen, Mitbestimmung. Genau hier setzen die meisten New-Work-Initiativen an: Scrum, Kanban, teilautonome Teams.

Psychologisches Empowerment beschreibt dagegen, was Mitarbeiter:innen tatsächlich erleben müssen, damit sie sich selbstbestimmt und wirksam fühlen:

  1. Bedeutsamkeit – die Arbeit ist sinnvoll und passt zu den eigenen Werten
  2. Kompetenz – Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  3. Selbstbestimmung – eigenständige Entscheidungen über Arbeitsweise und Tempo
  4. Einfluss – das Gefühl, dass der eigene Beitrag einen Unterschied macht

Der entscheidende Punkt: Alle vier Zustände müssen gemeinsam vorhanden sein. Und: Strukturen allein reichen nicht. Viele New-Work-Maßnahmen scheitern, weil sie ausschließlich an den Unternehmensstrukturen ansetzen, während die Bedürfnisse und Erfahrungen der Mitarbeiter:innen unberücksichtigt bleiben (Schermuly, 2019).

Die New Work Charta: fünf Prinzipien

Die New Work Charta von humanfy (Väth, 2019) formuliert fünf Leitprinzipien für Unternehmen:

  1. Freiheit – Experimentierräume und eine angstfreie Kultur, in der Fehler erlaubt sind
  2. Selbstverantwortung – von Selbstorganisation bis zu echter Mitgestaltung
  3. Sinn – klare Werte und Ziele jenseits reiner Kennzahlen
  4. Entwicklung – kontinuierliches Lernen und partizipative Entscheidungen
  5. Soziale Verantwortung – nachhaltiges Wirtschaften und faires Miteinander

Was New Work nicht ist

New Work ist kein Selbstzweck und keine Ansammlung von Benefits. Ein Kickertisch macht noch keine neue Arbeitskultur. Und: New Work bringt nicht für alle Berufsgruppen dieselben Vorteile. In standortgebundenen Blue-Collar-Berufen wie Bau oder Produktion bleibt oft unklar, wie sich die Ansätze überhaupt umsetzen lassen (Marti & Robin, 2023). Auch soziale Ungleichheiten spielen eine Rolle: Wer über Bildung, finanzielle Ressourcen und Gesundheit verfügt, kann sich leichter an neue Anforderungen anpassen (Schmucker, 2021).

Fazit

New Work ist mehr als Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Im Kern geht es darum, Arbeit so zu gestalten, dass Menschen sie als sinnvoll, selbstbestimmt und wirksam erleben. Das gelingt nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ein Zusammenspiel von Struktur und Kultur – und durch den ehrlichen Blick darauf, was Mitarbeiter:innen tatsächlich brauchen.

Quellen

  • Berend, B. & Brohm-Badry, M. (2019). Positive Psychologie und New Work. In M. Brohm-Badry & C. Peifer (Hrsg.), Förderung der positiv-psychologischen Entwicklung von Individuum, Organisation und Gesellschaft (S. 100–110). Pabst Science Publishers.
  • Niehues, S. & Stowasser, S. (2023). New Work. Was ist New Work … und was nicht. ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.
  • Schermuly, C. C. (2019). New Work und Coaching – psychologisches Empowerment als Chance für Coaches. Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 26(2), 173–192.
  • Schermuly, C. & Meifert, M. (2023). Ergebnisbericht zum New Work-Barometer 2023. SRH University.
  • Spreitzer, G. (2008). Taking Stock: A Review of More than Twenty Years of Research on Empowerment at Work. In J. Barling & C. Cooper (Hrsg.), The SAGE Handbook of Organizational Behavior: Volume I (S. 54–72). SAGE.
  • Väth, M. (2016). Arbeit – die schönste Nebensache der Welt: Wie New Work unsere Arbeitswelt revolutioniert. Gabal.
  • Väth, M. / humanfy (2019). New Work Charta. humanfy.de/new-work-charta

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